28.07.2017

Öffnet externen Link in neuem Fenster Trappenkamp

Geschichte

Die Siedlung und heutige Gemeinde Trappenkamp hat eine ganz besondere Entstehungsgeschichte. Sie ist eine Nachkriegsgründung, noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts hat es keinen Ort Trappenkamp gegeben. 1935 ließ die Kriegsmarine inmitten des inzwischen hochgewachsenen Waldes ein Sperrwaffenarsenal anlegen, das die Seefronten bis 1945 mit Nachschub versorgte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gelangten Flüchtlinge und Vertriebene, die sich hier eine neue Existenz aufbauen wollten, in das unversehrt gebliebene Arsenal. Die Trappenkamper, viele von ihnen stammten aus dem Sudetenland, lebten in den ersten Jahren nicht nur in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen, auch die Siedlung Trappenkamp war lange Jahre nur ein Provisorium.

 

Wirtschaft

Bis in die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts hinein prägte noch die Aufwärtsentwicklung in der Bauwirtschaft die Struktur der Wirtschaft Trappenkamps. Derzeit gibt es durchaus positive, stabile und auch zukunftsorientierte Beschäftigungsmuster im Bereich kleiner und mittlerer Betriebe, beispielsweise in der Metallverarbeitung, im Einzelhandel, der Mineralwassergewinnung und in der Kunststoffverarbeitung. Ziel der Gemeinde und der Wirtschaft ist es, bestehende Betriebe zu erhalten und zu stärken sowie den Ort für die Ansiedlung neuer Betriebe so attraktiv wie möglich zu machen. Aufgrund des großen Wettbewerbs der Gemeinden untereinander ist es wichtig, weitere positive Voraussetzungen für Gewerbeansiedlung wie z. B. preiswerte Gewerbeflächen, Möglichkeiten zur Weiterqualifikation von Mitarbeitern, familienfreundliches Wohnen, verbesserte Anbindung an den ÖPNV etc. zu schaffen und die vorhandenen positiven Seiten Trappenkamps nach außen zu tragen.

 

Seit 1963 begleitet die Arbeitsgemeinschaft wirtschaftlich interessierter Kreise Trappenkamp e. V. (ARGE) die gemeindliche Kommunalpolitik mit kritischer Solidarität. Die Leitet Herunterladen der Datei einARGE hat sich aktiv dafür eingesetzt, die in Trappenkamp tätigen Betriebe zu einem Metallkompetenzzentrum aufzuwerten.

 

Das Bürgerhaus

Das Trappenkamper Bürgerhaus wurde 1986 erbaut. Die Zusammenfassung der Funktionen des Bürgerhauses weicht von klassischen Rathäusern ab. Neben der Verwaltung für unsere Bürger ist das Bürgerhaus auch ein Begegnungszentrum mit Seniorentagesstätte, Räumen für die Erwachsenenbildung und Sozialstation. Die Räume stehen den örtlichen Vereinen und Verbänden für Veranstaltungen und Sitzungen offen. Seit dem 01.01.2008 hat das Amt Bornhöved seinen Sitz nach Trappenkamp verlegt, die Verwaltung ist im Bürgerhaus beheimatet.

 

Ortsentwicklung

Die Gemeinde hat sich die Bezeichnung „Familiengemeinde" gegeben. Es ist ihr gelungen, die Einwohnerzahl durch die Ausweisung neuer Baugebiete zu stabilisieren und in kleinen Schritten wieder wachsen zu lassen. Darüber hinaus bemüht sie sich durch Beteiligung am Radfernwanderweg „Mönchsweg" und ein Tourismusprojekt „Erlebnismeile", auch Auswärtige für den Ort zu interessieren und damit das örtliche Gewerbe zu unterstützen.

 

Das Angebot an Schulen und Kindertagesstätten, Ärzten und weiteren Dienstleistern in der Gesundheitsbranche, Volkshochschule und Bücherei sowie Sportstätten ist für eine Gemeinde dieser Größenordnung als überaus gut zu bezeichnen.

 

 

Wappenbeschreibung


Die Gemeinde erhielt ihr Wappen im Jahre 1971. Das Motiv gehört zu den Heroldsbildern des Mittelalters. Mit dem Motiv wird auf die Entwicklung des Ortes hingewiesen: Das Grün symbolisiert den Wald, der den Ort umschließt, die goldene Spitze den aufstrebenden Ort.

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